Unser H-Wurf ist da

 

 04.03.2018

 

Always never the same....

Drago von Excalibur  x  Ebony vom Wehrmannsdamm   =  Honey von der Patterner Mühle

 

Am 23.02.2018 erblickte unser H‘Wölfchen das Licht der Welt. Freiwillig hätte die kleine Diva ihr gemütliches Quartier in der XL-Fruchtblase allerdings nicht verlassen… sie wurde per Kaiserschnitt geboren. Wie es bei der Geburt von „Einzelkindern“  meist der Fall ist, wurden auch bei Ebby nicht genügend Hormone freigesetzt zur Einleitung einer „normalen“ Geburt. 

Gut zwei Stunden dauerte die „Entbindung“ alles in allem… dann waren wir auch schon wieder zu Hause und standen noch völlig beeindruckt und ich muss zugeben, auch ziemlich ratlos vor der Wurfkiste. Da lag er also nun… unser H-Wurf, auf den wir alle uns so sehr gefreut hatten. Er bestand aus nur einem einzelnen Welpen, einer kleinen dunkelgrauen Hündin, die sich schon sehr munter und fordernd an Mamas Milchbar zu schaffen machte, während Ebby noch ihren „kleinen Rausch“ ausschlief. 

Man ist doch sehr überrascht wie gut ein solcher Kaiserschnitt verkraftet wird. Ebby ging es von Anfang an sehr gut… sie schien keinerlei Schmerzen zu haben. Ein Langzeitantibiotikum für 3 Tage, ein Pflaster auf dem minikleinen Schnitt, das nach 5 Tagen entfernt werden konnte sowie selbstauflösende Fäden für die Naht… schon jetzt ist alles bestens verheilt und Ebby möchte am liebsten schon wieder über Stock und Stein springen. 

Zu ihrer Tochter hat Ebby inzwischen ein inniges Verhältnis, obwohl sie  ihr nach einem vermeintlich ganz harmlosen kurzen Nickerchen - frei nach dem Motto...bin nur mal kurz eingeschlafen...  -  "einfach so" präsentiert worden war.... so gern hätten wir der frisch gebackenen Mama erklärt, was geschehen war. Ebbys fragenden, ratlosen Blick  auf dieses kleine Zappelteil neben ihr werden wir wohl nie vergessen… so viele tausend Fragezeichen in einem Hundegesicht, das gerade aus dem Schlaf erwacht ist!  Liebend gern nahm Ebby dann Zoras Hilfe an bei der Einweisug in die Pflichten einer guten Hundemama.   In den ersten Tagen nach der Geburt hat Zora voller Geduld geputzt und gepflegt, während Ebby sehr willig ihre Milch zur Verfügung stellte und  Zoras Aktivitäten einfach nur aufmerksam verfolgte. Nach diesen kurzzeitigen Anlaufschwierigkeiten war das Problem schließlich gelöst und Zora wurde von Ebby nett und freundlich, aber sehr bestimmend  der Wurfkiste verwiesen. 

Wie behandelt man nun einen solchen Einzelwelpen… als Züchter hat man zwar immer wieder mal davon „gehört“,  aber wir hatten uns selbst bisher noch nie ernsthaft mit diesem Problem beschäftigt. So schnell können sich die Dinge ändern…

Was die Milch angeht, so ist für unsere kleine Pummelfee wirklich genügend vorhanden… eine kleine Speckschicht  hat sie sich inzwischen sogar schon angefuttert. Ebby ist jedoch keine Übermutter oder Glucke, die schon beim ersten Piepsen zur Stelle ist. Sie scheint die Versorgung und Erziehung ihrer Tochter sehr gewissenhaft, aber gleichzeitig auch gelassen und effizient anzugehen. Das  ist in diesem speziellen Fall sogar erwünscht und hilfreich, da unsere kleine Diva so tatsächlich auch lernen muss mit Frust umzugehen… dass nicht sofort und auf der Stelle alle Bedürfnisse befriedigt werden, wenn man dies empört und nur laut genug kund tut. Das war eine der größten Sorgen, da unser H’chen ja ohne Geschwister aufwächst, die ihr im Normalfall alle ihr wichtigen Dinge vom ersten Atemzug an streitig machen würden. Das Erlernen von diesbezüglicher frühester Frustbewältigung  bleibt also auch unserem Einzelkind nicht erspart… die Sache mit dem Leben im Schlaraffenland und den gebratenen Tauben, die in den Mund fliegen, hat sich damit für unsere kleine Pummelfee ganz von selbst erledigt - zumindest für den Augenblick... 

Fühlt sich denn nun ein Einzelkind nicht einsam und verlassen? Natürlich ist auch das unsere große Sorge… fürs erste haben wir deshalb unserem kleinen Schätzchen ein paar kuschelige Fell-Ersatzgeschwister mit warmen Kirschkernbäuchlein (in der Mikrowelle blitzschnell immer wieder einsatzbereit) ins Nest gelegt. Hierhin zieht sich unsere kleine Diva nach ihren ausgiebigen Mahlzeiten dann auch immer wieder gern zurück und ganz ehrlich… zur Zeit scheint sie wirklich nichts zu vermissen. Satt und zufrieden schlummert sie ihren zukünftigen Abenteuern entgegen und protestiert nur dann lautstark, wenn sie wieder mal Hunger hat.

Ohne Frage... die Herausforderung ist riesig und wir müssen uns  definitiv für die nächsten Wochen des Heranwachsens noch das eine oder andere einfallen lassen und ausprobieren.

Die Aufzucht eines Einzelwelpen ist halt immer etwas ganz Besonderes und so wird es auch mit unserem H’chen sein. Wir werden sehr viel dazu lernen… vieles wird anders sein, aber auch sehr viel wie immer…  unser Rudel wird uns ganz sicher auch bei der Aufzucht unseres Einzelkindes eine große Hilfe sein und wir freuen uns schon sehr auf diese sehr speziellen nächsten Wochen mit unserer kleinen HONEY...